Nicht versprochen, sondern beschlossen

Eine Dividende ist keine feste Verzinsung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen sie typischerweise vor; die Hauptversammlung entscheidet. Höhe, Termin und rechtliche Abläufe richten sich nach Unternehmen und Markt.

Ausschüttung braucht wirtschaftliche Deckung

Gewinn, Free Cashflow, Bilanz, Investitionsbedarf und Schulden zeigen gemeinsam, ob eine Dividende tragfähig wirkt. Eine hohe Rendite kann auch Folge eines stark gefallenen Aktienkurses sein.

Ex-Tag ist kein Gratisgeld

Am Ex-Tag wird die Aktie ohne den Dividendenanspruch gehandelt. Der Kurs wird technisch um die Ausschüttung bereinigt, kann sich im laufenden Handel aber zusätzlich bewegen. Steuern und persönliche Kosten beeinflussen den Nettobetrag.

Die entscheidende Lernfrage

Woher kommt die Ausschüttung – und wie lässt sich ihre Tragfähigkeit prüfen?

PRAXISBEISPIEL

2 Euro Dividende bei 40 Euro Kurs

Ein Unternehmen plant 2 Euro Dividende je Aktie. Der betrachtete Kurs liegt bei 40 Euro.

Typischer Denkfehler

Die Dividende kommt nicht zusätzlich aus dem Nichts. Mit der Ausschüttung verlässt Liquidität das Unternehmen; am Ex-Tag entfällt der Dividendenanspruch aus dem Aktienpreis.

ANNADie Rendite ist schnell berechnet – die Qualität der Dividende braucht mehrere Prüfungen.
AXELAusschüttungsquote, Cashflow-Deckung, Schulden und Investitionen dürfen nie durch eine hohe Prozentzahl verdeckt werden.

Vier-Punkte-Prüfung

Bevor du weitergehst.

  1. 01Beschluss, Ex-Tag und Zahlungstermin trennen
  2. 02Dividende je Aktie und Rendite korrekt berechnen
  3. 03Gewinn- und Cashflow-Deckung prüfen
  4. 04Steuern, Währung und Kürzungsrisiko sichtbar machen

Offizielle Grundlagen

Zum Gegenprüfen.

ANNA & AXELS MERKSATZEine Dividende ist Kapital des Unternehmens – und weder garantiert noch kostenlos.

Wissenscheck

Warum kann eine hohe Dividendenrendite ein Warnsignal sein?

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