Drawdown braucht Hoch und Tief
Der Rückgang wird relativ zum vorherigen Hoch gemessen. Ein Tiefpunkt von 60 nach einem Hoch von 100 entspricht minus 40 Prozent. Ohne klaren Zeitraum und Datenreihe ist die Kennzahl nicht zwischen Anlagen vergleichbar.
Erholung rechnet vom kleineren Ausgangswert
Nach einem Verlust ist die Basis kleiner. Deshalb braucht ein Rückgang von 40 Prozent anschließend 66,7 Prozent Anstieg, um wieder 100 zu erreichen. Verlust und Erholung sind keine spiegelgleichen Prozentwerte.
Tiefe erklärt weder Dauer noch Ursache
Zwei Anlagen können denselben maximalen Rückgang haben, aber sehr unterschiedliche Erholungsdauer, Liquidität, Geschäftsrisiken und dauerhafte Kapitalverluste. Der Rechner zeigt nur die Arithmetik zwischen zwei Werten.
Die entscheidende Lernfrage
Wie tief fiel der Wert vom vorherigen Hoch, welche Erholung ist vom Tief nötig und welche Ursache, Dauer oder dauerhafte Schädigung bleibt außerhalb der Rechnung?
Minus 40 Prozent brauchen plus 66,7 Prozent
Ein Wert fällt von einem Hoch bei 100 auf einen Tiefpunkt bei 60.
Ein historisch kleiner Drawdown beweist weder geringe Zukunftsrisiken noch schnelle Erholung; vergangene Wertentwicklung ist keine Prognose.
ANNANenne Hoch, Tief und Zeitraum, bevor du den Prozentwert interpretierst.
AXELTrenne Drawdown-Tiefe, Erholungsbedarf, Dauer, Liquidität, Ursache und möglichen dauerhaften Kapitalverlust.
Vier-Punkte-Prüfung
Bevor du weitergehst.
- 01Hoch, Tief, Zeitraum und Datenbasis festhalten
- 02Drawdown relativ zum Hoch berechnen
- 03Erholungsbedarf relativ zum Tief berechnen
- 04Dauer, Ursache und dauerhaften Kapitalverlust separat prüfen
Offizielle Grundlagen
Zum Gegenprüfen.
ANNA & AXELS MERKSATZJe tiefer der Drawdown, desto überproportional größer ist die nötige Erholung.
Wissenscheck