EBITDA addiert Abschreibungen zurück
Ausgehend vom EBIT werden Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Werte wieder hinzugerechnet. Dadurch rücken operative Ertragskraft vor Anlagenverbrauch und unterschiedliche Abschreibungsprofile in den Vordergrund.
Abschreibung ist nicht bedeutungslos
Maschinen, Netze, Fahrzeuge und Software müssen erhalten oder ersetzt werden. Wer Abschreibungen ausblendet, muss Investitionen und Free Cashflow ausdrücklich ergänzen. Sonst wirkt ein kapitalintensives Geschäft zu günstig.
Leasing und Bereinigungen verändern das Bild
IFRS 16 kann Mietaufwand in Abschreibung und Zins aufteilen und dadurch EBITDA erhöhen. Unternehmensspezifische Adjustierungen kommen hinzu. Vergleichbar wird die Kennzahl nur bei konsistenter Definition und Überleitung.
Die entscheidende Lernfrage
Wie hoch ist der Preis vor Abschreibungen – und wie viel Kapital braucht das Geschäft tatsächlich?
1.200 Unternehmenswert durch 150 EBITDA
Ein Unternehmen hat einen Enterprise Value von 1.200 Millionen Euro, 150 Millionen EBITDA und 60 Millionen Abschreibungen.
EBITDA ist weder Cashflow noch frei verfügbares Geld. Zinsen, Steuern, Working Capital und Investitionen können einen großen Teil der ausgewiesenen Größe beanspruchen.
ANNAFrage bei jedem EBITDA, was vor Abschreibungen gut aussieht und später trotzdem bezahlt werden muss.
AXELLege Investitionen, Free Cashflow und Leasingeffekte direkt neben den Multiplikator.
Vier-Punkte-Prüfung
Bevor du weitergehst.
- 01Enterprise Value konsistent bestimmen
- 02EBITDA-Definition und Bereinigungen überleiten
- 03Abschreibungen und Anlagenalter einordnen
- 04Investitionen, Leasing und Free Cashflow gegenprüfen
Offizielle Grundlagen
Zum Gegenprüfen.
ANNA & AXELS MERKSATZEV/EBITDA zeigt Ertragskraft vor Abschreibungen – nicht das Geld, das nach notwendigen Investitionen übrig bleibt.
Wissenscheck