Gewicht ist die erste Risikozahl

Der Marktwert einer Position geteilt durch den Gesamtwert ergibt ihr Gewicht. Zu berücksichtigen sind direkt gehaltene Aktien sowie indirekte Überschneidungen aus Fonds, Arbeitgeberaktien oder verbundenen Unternehmen.

Vom Positionsverlust zum Portfoliobeitrag

Gewicht mal angenommener Positionsverlust ergibt einen vereinfachten Beitrag zum Gesamtverlust. Eine Position mit 12 Prozent Gewicht und 50 Prozent Verlust senkt das Portfolio rechnerisch um 6 Prozent, wenn alles andere unverändert bleibt.

Größe ist keine Aussage über Qualität

Auch eine sehr gute Analyse kann falsch sein. Positionsgrenzen, Liquidität und Rebalancing-Regeln verhindern, dass Überzeugung unbemerkt zum existenziellen Einzelrisiko wird. Steuern und Kosten können Anpassungen beeinflussen.

Die entscheidende Lernfrage

Wie groß darf eine Position sein, damit selbst ein schwerer Irrtum tragbar bleibt?

PRAXISBEISPIEL

12 Prozent Gewicht mal 50 Prozent Verlust

Eine Position macht 12 Prozent eines Portfolios aus und fällt in einem Stressfall um 50 Prozent.

Typischer Denkfehler

Viele kleine Positionen sind nicht automatisch sicherer. Wenn sie vom gleichen Sektor, Land oder Risikotreiber abhängen, kann ihre gemeinsame Wirkung einer großen Position entsprechen.

ANNAÜbersetze jedes Gewicht in einen möglichen Euroverlust des Gesamtportfolios.
AXELBerücksichtige Korrelation, indirekte Überschneidungen, Liquidität und gemeinsame Stressfaktoren.

Vier-Punkte-Prüfung

Bevor du weitergehst.

  1. 01Gewicht inklusive indirekter Positionen berechnen
  2. 02Plausiblen Verlustfall je Position festlegen
  3. 03Beitrag zum Portfolioverlust bestimmen
  4. 04Grenzen, Rebalancing und Liquidität dokumentieren

Offizielle Grundlagen

Zum Gegenprüfen.

ANNA & AXELS MERKSATZDie Positionsgröße entscheidet, wie teuer ein Irrtum für das gesamte Portfolio werden kann.

Wissenscheck

Was passiert bei 10 Prozent Gewicht und 60 Prozent Positionsverlust?

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