Viele Meinungen, ein Preis

An der Börse treffen Kauf- und Verkaufsaufträge aufeinander. Wo Angebot und Nachfrage zusammenpassen, entsteht ein handelbarer Kurs.

Die Zukunft wird mitgehandelt

Börsenkurse reagieren nicht nur auf das heutige Geschäft, sondern auf Erwartungen an Umsatz, Gewinn, Zinsen, Wettbewerb und Konjunktur. Deshalb kann eine gute Nachricht den Kurs trotzdem fallen lassen, wenn noch bessere Zahlen erwartet wurden.

Kurs und Unternehmenswert

Der Aktienkurs allein sagt wenig aus. Erst multipliziert mit der Zahl der Aktien ergibt sich die Marktkapitalisierung – also der Börsenwert des Eigenkapitals.

Die entscheidende Lernfrage

Wie wird aus vielen Kauf- und Verkaufsaufträgen ein sichtbarer Kurs?

PRAXISBEISPIEL

Bestes Gebot trifft bestes Angebot

Die höchste Kauforder liegt bei 49,90 Euro, die niedrigste Verkaufsorder bei 50,00 Euro.

Typischer Denkfehler

Eine Nachricht bewegt den Kurs nicht automatisch in eine bestimmte Richtung. Entscheidend ist, wie neue Fakten im Verhältnis zu den bereits eingepreisten Erwartungen bewertet werden.

ANNADer Kurs ist der Treffpunkt konkreter Aufträge – kein Preisschild, das das Unternehmen selbst festklebt.
AXELEin letzter Kurs zeigt nur den jüngsten Abschluss. Liquidität, Spread, Handelsplatz und Zeitpunkt gehören dazu.

Vier-Punkte-Prüfung

Bevor du weitergehst.

  1. 01Geld- und Briefseite unterscheiden
  2. 02Letzten Kurs nicht mit fairem Wert verwechseln
  3. 03Erwartung und neue Information trennen
  4. 04Handelsplatz, Uhrzeit und Liquidität mitlesen

Offizielle Grundlagen

Zum Gegenprüfen.

ANNA & AXELS MERKSATZDer Kurs zeigt, was der Markt jetzt erwartet – nicht, was sicher eintreten wird.

Wissenscheck

Warum kann ein Kurs trotz guter Zahlen fallen?

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